NEUropa

NIE MEHR ALLEIN IN GANZ EUROPA

Bernhard F. Reiter, überzeugter EUropäer
Die Welt ist meine Heimat, aber EUropa ist mein Zuhause und bedeutet für mich: Alleine ist es nicht zu schaffen! Warum?

Nach Jahrhunderten innerkontinentaler Auseinandersetzungen – auch nationaler –, nach unzähligen imperialistischen Exkursen in alle Erdteile bis hin zu diktatorischen Exzessen und Völkermorden hat sich ein mehr oder weniger vereinigtes Europa in den Jahren nach 1945 einer neuen Wertegemeinschaft verpflichtet. Sozusagen im ‚Anbauprinzip‘ ist aus einem kleineren europäischen ‚Starterbaukasten‘, der Montanunion, über die Stationen EWG und EG ab Mitte des 20. Jahrhunderts mittlerweile ein großes europäisches Haus geworden. Dieses schließt einen Großteil der Staaten der ‚Alten Welt‘ mit ein: die Europäische Union. Abgesehen von Alltagsproblemen in Wirtschaft und Finanzen und aktuell Corona, die sich nicht von heute auf morgen lösen lassen, wenn sie nachhaltig sein und zukunftsfähig bleiben sollen, wurde in wenigen Jahrzehnten ein starkes Gebäude errichtet, das seinesgleichen auf der Welt sucht.

Das Zusammen-Kommen wurde nicht allein auf Ökonomie beschränkt, sondern Schritt für Schritt zu einem kontinuierlichen Zusammen-Wachsen und konsequenten Zusammen-Sein ausgebaut. Schon jetzt bezieht es die wesentlichen Belange des kontinentalen Gemeinwesens ein: Agrar, Wirtschaft, Finanzen, offene Grenzen (Schengen), Währung (EUR), Umwelt, Bildung, Recht, Dokumente (Reisepass, Führerschein), Verkehr, Arbeit/srecht, Verteidigung sowie Luft- und Raumfahrt. Daneben gibt es u. a. die europäischen Fußballwettbewerbe, bei denen schon seit Langem auch nichteuropäische bzw. Anrainer-Staaten wie die Schweiz, Norwegen, Israel oder die Türkei teilnehmen. Nicht zu vergessen sind auch die ‚seichten‘ Töne wie der European Song Contest/ESC, der aus dem Grand Prix de l’Eurovision erwuchs. Hier wurden mittlerweile sogar Kontinentalgrenzen gesprengt. Wenn inzwischen selbst Australien mitsingt, dann ist dies doch eher als eine große Verbeugung vor EUropa und weniger als Mitleidsbekundung zu interpretieren.

Natürlich gab es immer wieder und wird es auch zukünftig harte Rückschläge geben. Ganz besonders schmerzt mich persönlich der tatsächlich vollzogene BREXIT. Ich hatte bis zum Schluss gehofft, dass wir alle noch ein Wunder erleben können. Und wenn ich die damaligen hysterischen Diskussionen zu Zeiten der griechischen Finanzkrise mit den weitsichtigen EU-Rettungshaushalten anlässlich der aktuellen Pandemie vergleiche, dann müssten die Unkenrufer jener Tage vor Scham im Boden versinken. Denn schlimmer geht‘s nämlich grundsätzlich auch immer: z. B. durch Kriege. Summa summarum lässt sich nach fast 65 Jahren Montanunion/EWG/EG/EU grundsätzlich festhalten: Immer dann, wenn Europäer gemeinsam auftreten, sind sie besonders stark und wettbewerbsfähig, manchmal unschlagbar – Airbus ist nur ein Beispiel dafür. Oder anders ausgedrückt: EUropa ist eine einzig(artig)e Erfolgsgeschichte. Weil EUropa sich friedenssüchtig neu erfunden hat und sich Jahr um Jahr aufs Neue neu erfinden muss. Der EUropäische Verbund ist erschaffen, jetzt fehlen nur noch die Vereinigten Staaten von Europa: die USE. Wir sollten nicht zu lange damit warten.

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